Chocolate Breakfast N’Ice Cream

Noch vor einigen Jahren habe ich eine Eismaschine in meiner Küche als unnötig betrachtet. Ich nasche zwar unheimlich gern (und eigentlich auch jeden Tag), aber meistens relativ wenig. Der Gedanke an 500 ml Eis (mit jeder Menge Zucker drin), das innerhalb weniger Tage gegessen werden sollte, erschien mir nicht so attraktiv. Auch mein Freund ist da keine große Hilfe, er isst nämlich noch weniger Süßes als ich. Meine Einstellung zur Eismaschine hat sich geändert, als vor einiger Zeit die N’Ice Cream populär wurde. Mit wenig verarbeiteten, gesunden Zutaten und ohne die sonst üblichen Unmengen an Zucker finde ich es auf einmal spannend, Eis selbst zu machen und mit verschiedenen Zutaten zu experimentieren. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass man eigentlich fast alles zu Eis verarbeiten kann. Warum nicht auch das morgendliche Müsli? Alles, was es zur Eisherstellung braucht, ist eine dickflüssige Creme (gemixt aus den verschiedenen Eiszutaten) und eine Eismaschine. Die Creme kann aus den unterschiedlichsten Zutaten bestehen. Wenn wir das mal analytisch betrachten, beinhaltet sie in der Regel folgende Komponenten: eine flüssige Basis (z.B. Pflanzendrink oder Kokosmilch), einen oder mehrere Geschmacksgeber (z.B. Kakaopulver, Banane oder Nussmus), ein Süßungsmittel (wie Banane oder Ahornsirup) und ein kalt bindendes Verdickungsmittel (z.B. Guarkernmehl oder auch pürierte Cashews). Dabei kann eine Komponente mehrere Funktionen haben, z.B. ist die Banane Geschmacksgeber, Süßungsmittel und Verdickungsmittel alles in einem.

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Das Rezept für die Chocolate Breakfast N’Ice Cream ist aus der Idee heraus entstanden, ein leckeres Schoko-Eis zu kreieren, das man mit gutem Gefühl sogar zum Frühstück genießen kann. Von den Zutaten her handelt es sich nämlich eigentlich um ein als Eis getarntes Müsli bestehend aus Haferflocken, Chiasamen, Nüssen und Trockenobst. Die flüssige Basis ist Mandelmilch, die unter anderem mit Haferflocken, Cashewkernen, Mandelmus und Chiasamen (alles die Verdickungsmittel) zu einer cremigen Masse püriert wird. Medjoul-Datteln und etwas Zuckerrübensirup steuern Süße bei, und Kakaopulver sorgt für den leckeren Schokoladengeschmack. Das Eis schmeckt natürlich nicht exakt wie Schokomilcheis (will es ja auch gar nicht 🙂) und hat auch nicht die gleiche Konsistenz (dafür gibt es andere tolle Rezepte mit Kokosmilch als Basis), es ist aber auf seine eigene Art einfach richtig lecker. Ein Eis für alle, die Schokoeis so sehr mögen, dass sie es am liebsten schon zum Frühstück verputzen möchten. Es schmeckt allerdings auch zu jeder anderen Tageszeit 😋.

Für das Rezept solltet ihr einen guten Mixer haben. Dann braucht ihr noch nicht einmal die Cashewkerne einzuweichen, sondern könnt sofort loslegen.

Zutaten:

Für das Schokoeis (ergibt ca. 750 g):

  • 5 gehäufte EL (50 g) feine Haferflocken
  • 2 gehäufte EL (35 g) Cashewkerne (ungeröstet, ungesalzen)
  • 1½ EL (30 g) weißes Mandelmus oder anderes Nussmus (optional, aber empfohlen für Vollmundigkeit)
  • 2 EL (24 g) Chiasamen
  • 2 gehäufte EL (20 g) Kakaopulver (ungesüßt)
  • 3 Medjoul-Datteln, entsteint
  • 2 EL (10 g) Kokosflakes
  • 2 TL Zuckerrübensirup
  • 1 Prise Salz
  • etwas geriebene Tonkabohne (optional)
  • 500 g Mandelmilch

Zum Servieren (optional):

  • frisches Obst
  • gehackte und geröstete Haselnüsse
  1. Alle Zutaten für das Eis in einen Mixer geben und zu einer glatten Creme mixen. Es sollen keine Stücke mehr übrig bleiben. Am besten haltet ihr den Mixer zwischendurch einmal an, um alles, was sich am Rand abgesetzt hat, mit einem Silikonschaber wieder nach unten zu schieben.
  2. Je nach Leistung eurer Eismaschine könnt ihr die Creme direkt in die Eismaschine geben oder zuvor für einige Stunden im Kühlschrank kalt werden lassen.
  3. Die Creme in der laufenden Eismaschine ca. eine halbe Stunde lang gefrieren lassen. Anschließend könnt ihr das Eis entweder sofort servieren, oder ihr friert es für einige Stunden in der Tiefkühltruhe ein (siehe Tipp).
  4. Das Eis in kleine Schälchen geben, optional mit frischen Früchten und gehackten Haselnüssen garnieren und servieren.

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Tipps: Frisch schmeckt das Eis am besten. Wenn es direkt aus der Eismaschine kommt, ist es allerdings noch relativ weich. Um schöne Kugeln daraus zu formen, friert es am besten für einige Stunden in der Tiefkühltruhe ein (die unteren beiden Fotos zeigen das Eis frisch aus der Eismaschine und die oberen Fotos nach einigen Stunden in der Tiefkühltruhe). Wenn ihr das Eis über Nacht einfriert, sollte es vor dem Servieren ca. eine Viertelstunde lang bei Raumtemperatur auftauen, damit es sich leicht portionieren lässt.

Wenn ihr keine Eismaschine habt, könnt ihr aus der Creme auch einen kalten Chocolate Breakfast Pudding machen. Nehmt dafür etwas weniger Mandelmilch (z.B. 430 g) und stellt die Creme nach dem Mixen einfach für einige Zeit in den Kühlschrank. Auch sehr köstlich und zur Nachahmung empfohlen 🙂.

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