Dark Chocolate Strawberry Cupcakes (& ein Vergleich)

Meine liebe Freundin und Arbeitskollegin wechselt nächsten Monat in eine andere Firma 😦 . Diese Woche gab es eine kleine Abschiedsfeier, und sie hatte mich gefragt, ob ich dafür etwas Süßes backen könnte. Am liebsten etwas mit Schokolade. Ja, Schokolade passt irgendwie immer. Wenn ich zwei verschiedene Kuchen backe – einen mit und einen ohne Schokolade – kann ich mich darauf verlassen, dass der mit Schokolade zuerst weg ist. Nach einiger Überlegung habe ich mich für schokoladige Cupcakes entschieden. Gegenüber Kuchen oder Torte haben sie den Vorteil, dass man sie bequem im Stehen essen kann – sehr praktisch für eine Stehparty. Cupcakes habe ich schon ziemlich oft in unterschiedlichen Varianten gebacken – Vanille, Zitrone-Mohn, Haselnuss, Mandel, Kokos – aber lustigerweise noch nie einen einfachen Schoko-Cupcake. Zwei Rezepte wollte ich schon lange mal ausprobieren: die Nougat-Cupcakes mit flüssigem Nougatkern aus dem Buch „La Veganista backt“ von Nicole Just und die Basic Chocolate Cupcakes aus dem Buch „Vegan Cupcakes Take Over The World“ von Isa Chandra Moskowitz und Terry Hope Romero. Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich kurzerhand beide gebacken. Und so sieht das Ergebnis aus:

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Auf dem Foto in Nicoles Buch sehen die Nougat-Cupcakes super schokoladig und dunkel aus, meine waren deutlich heller. Bei zwei Nougat-Cupcakes ist mir der Teig beim Backen über die Förmchen hinausgelaufen, daher würde ich empfehlen, lieber 13 als 12 Cupcakes zu backen (oder etwas Teig übrig zu lassen). Die Teigmenge der Schoko-Cupcakes war genau richtig.

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Von der Konsistenz her waren beide Cupcakes locker und saftig. Geschmacklich fand ich die Schoko-Cupcakes besser, da sie richtig intensiv nach Schokolade schmeckten und nicht so süß wie die Nougat-Cupcakes waren. In Kombination mit dem flüssigen Kern waren aber auch die Nougat-Cupcakes sehr lecker. Sie waren zwar nicht mein Favorit, aber es gab seitens der „Tester“ viel positives Feedback, inklusive Rezeptanfrage. Das Rezept findet ihr hier auf der sechsten Seite.

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Aber nun zu meinem Favorit, den Schoko-Cupcakes. Ich habe sie mit einer dunklen Ganache aus Zartbitterkuvertüre, Sojamilch und Ahornsirup bestrichen und passend zum Sommer mit frischen Erdbeeren garniert. Die Kombination ist richtig gut angekommen und dabei so einfach. Es sind keine exotischen Zutaten dabei, ich habe alles im Supermarkt um die Ecke eingekauft (bis auf den Schokoextrakt, den kann man aber auch einfach weglassen oder durch ein paar Tropfen Bittermandelaroma ersetzen). Bei der Abschiedsfeier kam die „alte“ Frage auf, wie man so lecker-lockere Cupcakes ohne Butter und Ei backen kann. Ich merke es immer wieder – für die meisten Menschen ist veganes Backwerk exotisch, und es hat sich noch nicht herumgesprochen, wie gut es schmeckt. Vegan kann sehr gesund sein, aber eben auch herrlich dekadent. Dass die meisten Backrezepte Ei enthalten, ist reine Gewohnheit. Da hilft nur fleißiges Teilen veganer Köstlichkeiten, um die frohe Kunde zu verbreiten, dass es auch ganz ohne geht. Denn verdammt leckere Cupcakes & Co kommen prima ohne die Nutzung von Tieren aus. Eine klassische Win-Win-Situation 🙂.

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Zutaten (für 12 Cupcakes):

Für den Rührteig:

  • 255 g (1 Cup) Sojamilch
  • 1 TL Apfelessig
  • 166 g (¾ Cup) Rohrohrzucker
  • 74 g (⅓ Cup) Rapsöl
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • ½ TL Schoko- oder Vanilleextrakt oder einige Tropfen Bittermandelaroma
  • 150 g (1 Cup) Mehl (Type 550)
  • 34 g (⅓ Cup) Kakaopulver (ungesüßt)
  • ¾ TL Natron
  • ½ TL Backpulver
  • ¼ TL Salz
  1. Den Ofen auf 180 °C vorheizen und ein Muffinblech mit 12 Papierförmchen bestücken.
  2. Für die feuchten Zutaten die Sojamilch und den Apfelessig in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen verrühren und ein paar Minuten stehen lassen. Dann Zucker, Rapsöl, Vanilleextrakt und die anderen Extrakte (wenn verwendet) zugeben und die Mischung mit dem Schneebesen schaumig rühren.
  3. Für die trockenen Zutaten Mehl, Kakaopulver, Natron, Backpulver und Salz in eine zweite Schüssel sieben und miteinander vermischen. Die trockenen Zutaten in zwei Portionen zu den feuchten Zutaten geben und die Mischung mit einem Schneebesen gerade so lange rühren, bis sich alle Zutaten miteinander verbunden haben und keine größeren Klümpchen mehr vorhanden sind (ein paar kleinere Klümpchen sind okay). Der Teig ist relativ flüssig.
  4. Den Teig auf die 12 Papierförmchen aufteilen und im vorgeheizten Ofen ca. 18-20 Minuten lang backen, bis an einem hineingesteckten Stäbchen kein Teig mehr kleben bleibt. Die Cupcakes einige Minuten lang in der Muffinform abkühlen lassen und dann auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

Für die Schokoladenganache:

  • 80 g Zartbitterkuvertüre
  • 35 g Sojamilch
  • 1 EL Ahornsirup

Für die Dekoration:

  • 6 Erdbeeren
  1. Für die Schokoladenganache die Zartbitterkuvertüre im heißen Wasserbad schmelzen und die Sojamilch und den Ahornsirup unterrühren. Die Ganache mit einem Löffel auf den ausgekühlten Cupcakes verteilen oder die Oberseiten der Cupcakes in die flüssige Ganache tauchen.
  2. Die Erdbeeren  halbieren und jeden Cupcake mit einer halben Erdbeere garnieren.
  3. Servieren und genießen.U460W4TS

2 Comments

  1. Tatsächlich kam bei den Schoko-Muffins die Frage auf, wie man derart fluffige und saftige Muffins ohne Butter und Eier backen kann! Sie waren echt sehr köstlich, und man hat keinerlei Unterschied zu Muffins mit Butter bzw. Ei gemerkt.
    Die Muffins waren sehr schnell vom Buffet vergriffen, so dass ich davon ausgehe, dass sie auch bei anderen sehr gut angekommen sind (tatsächlich musste man sich etwas beeilen, um noch einen der letzten Muffins ergattern zu können!)

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    1. Liebe Jasmin,
      ich habe mich so darüber gefreut, zu sehen, wie einer nach dem anderen verspeist wurde. Ein schöneres Lob kann es für mich nicht geben.
      Viele Grüße,
      Bettina

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