Linzer Torte Cookies

Cookies backe ich nicht allzu oft. Wenn ich die Wahl habe, ziehe ich meistens ein Stück Kuchen vor. Dennoch haben Cookies gegenüber manch anderem Gebäck einen entscheidenden Vorteil: sie sind ziemlich lange haltbar. Wenn ich z.B. Freitags Lust und Zeit habe, etwas zu backen, um meinen lieben Kollegen am Montag eine Freude zu machen, ist das ein Fall für Cookies. Und die Linzer Torte Cookies von Isa Chandra Moskowitz und Terry Hope Romero standen schon lange auf meiner To do-Liste. Ihren Namen haben sie, weil sie wie die Linzer Torte Nüsse (in diesem Fall Haselnüsse) enthalten und mit Konfitüre gefüllt sind. Sehen sie nicht süß aus? Man könnte sie auch als Triple Hazelnut Cookies bezeichnen, da die Haselnuss in drei Formen zum Einsatz kommt: gehackt, als Haselnussmilch und als Haselnussmus. Zugegeben, Haselnussmus gehört preislich zur Luxusklasse der Nussmuse. Aber es schmeckt mir unheimlich gut und macht die Cookies ganz besonders. Apropos besonders, die Cookies sind ein bißchen aufwendiger in der Herstellung als der Durchschnittscookie, da sie einzeln geformt, in Nüssen gewälzt und mit Konfitüre gefüllt werden. Dafür werdet ihr am Ende dreifach belohnt: mit einem herrlichen Duft, wenn sie frisch aus dem Ofen kommen, einer prall gefüllten Dose mit selbstgemachten Cookies und vielen zufriedenen Gesichtern, wenn ihr die kleinen Beauties mit euren Lieben teilt.

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Zutaten (für ca. 20 Cookies):

  • 71 g (⅓ Cup) Rapsöl
  • 107 g (½ Cup) brauner Zucker
  • 122 g (½ Cup) Haselnussmus (alternativ Mandelmus)
  • 83 g (⅓ Cup) Haselnussmilch, Sojamilch oder andere pflanzliche Milch
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 210 g (1½ Cups) Mehl (Type 550)
  • 2 leicht gehäufte EL Speisestärke
  • ½ TL Salz
  • ¼ TL Backpulver
  • 70 g braune Haselnüsse
  • passierte Himbeer-, Johannisbeer- oder Brombeer-Konfitüre
  1. Für die feuchten Zutaten Rapsöl, Zucker und Haselnussmus in einer großen Schüssel mit einer Gabel glatt rühren, dann die pflanzliche Milch und den Vanilleextrakt unterrühren.
  2. Für die trockenen Zutaten Mehl, Speisestärke, Salz und Backpulver in einer zweiten Schüssel mischen.
  3. Die trockenen Zutaten zu den feuchten Zutaten sieben und alles mit der Gabel zu einem homogenen, gut formbaren Teig verrühren.
  4. Die Haselnüsse fein hacken: entweder von Hand oder (sehr viel schneller) mit Hilfe einer Küchenmaschine.
  5. Den Backofen auf 180 °C vorheizen und ein großes Backblech mit Backpapier belegen. Eine kleine Schüssel mit Wasser bereitstellen (zum Befeuchten der Hände) und die gehackten Haselnüsse auf einem großen Teller verteilen.
  6. Mit angefeuchteten Händen aus dem Teig Walnuss-große Kugeln formen und die Kugeln in den Haselnuss-Stückchen rollen, bis sie komplett damit bedeckt sind. Die Kugeln auf dem Backblech verteilen. Da der Teig nicht aufgeht, sollten alle Kugeln auf ein Backblech passen.
  7. In jede Kugel mit dem Daumen eine tiefe Mulde drücken. Falls der Teig dabei am Rand etwas einreißt, einfach mit den Fingern wieder zusammendrücken. In jede Mulde ca. 1 TL (oder etwas weniger) Konfitüre füllen.
  8. Die Cookies im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene ca. 18-20 Minuten lang backen, bis die Unterseite leicht gebräunt ist. Die Cookies ca. 5 Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen, dann auf einem Kuchenrost komplett auskühlen lassen. Bis zum Servieren luftdicht aufbewahren.

Nachtrag 5 Tage nach dem Backen:
Mittlerweile habe ich festgestellt, dass es gar nicht nötig ist, die Cookies luftdicht aufzubewahren. Wenn sie offen in einer Schale liegen, hat das den Vorteil, dass sie lange knusprig bleiben.

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Das Rezept ist aus dem Buch „Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar“ von Isa Chandra Moskowitz und Terry Hope Romero. Im Original heißt es „Linzertorte Thumbprint Cookies“.

Tipp: Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber ich denke, dass die Cookies auch als Peanut Butter & Jelly Cookies sehr gut schmecken – mit gehackten Erdnüssen und Erdnussmus anstelle der Haselnüsse.

2 Comments

  1. Liebe Bettina,

    ich liebe es, mit Nussmusen zu backen – das wertet alles gleich um ein Vielfaches auf. Linzer Torte ist natürlich ohnehin unschlagbar und dann auch noch in Miniaturform als Keks – besser geht es ja kaum. Das werde ich ausprobieren. 🙂
    Süße Grüße
    Brigitte

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    1. Liebe Brigitte,
      es freut mich riesig, dass dir die kleinen Kekse gefallen. Ich mag Nussmus auch total gern. Es macht Kuchen, Desserts und Cremes so schön vollmundig und ist nicht zuletzt eine tolle Basis für unsere geliebten Käsekuchen!
      Viele Grüße,
      Bettina

      Gefällt mir

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